Kamerafunktionen

Die Blende


Du siehst die Lamellen die um die Blendenöffnung angeordnet sind. Im Grunde genommen passiert dasselbe, wie mit der Iris im Auge. Muss sie im Dunkeln sehen, dann wird die Pupille ganz weit gestellt, damit trotz der Dunkelheit noch möglichst viel Licht auf die Netzhaut fallen kann. Schaut man in die Sonne, so wird sich deine Pupille verengen.

Die Kamera macht das indem sich diese Lamellen vor die Blendenöffnung legen. Bei Blende 5,6 legen sich 5,6 Lamellen vor das Blendenloch. Bei Blende 11 sind es dementsprechend 11, dadurch wird das Loch natürlich kleiner als bei 5,6 Lamellen.
Mit weniger Lamellen fällt also in derselben Zeit mehr Licht auf den Sensor. Nun möchtest Du Deine Kamera ja nicht blenden, und deshalb passt Du die Blende der nötigen Belichtungszeit an. Zuviel ist nicht gut, zu wenig ebenfalls nicht.

Wenn Du ein Objektiv kaufst und Du liest darauf z.B. 1: 2,4 dann bedeutet das, das dieses Objektiv damit beginnen kann 2,4 Lamellen vor das Objektiv zu legen. Du kannst hiermit also bei Blende 2,4 beginnen zu fotografieren. Steht da 1: 4,5 beginnt der Spaß am Fotografieren bei diesem Objektiv bei Blende 4,5. Es zeigt Dir also an, wie lichtstark das Objektiv ist, dass Du vor Dir hast.


Blende Die Lamellen der Blendenöffnung

Vor diese Blende setzt Du nun eine Optik. Hiermit meine ich Dein Objektiv, hier sind Linsen eingebaut und damit lenkst Du den Lichtstrahl. Du kannst den Lichtstrahl zerstreuen oder bündeln.

Deine Brille funktioniert ähnlich. Sie bündelt oder streut die Lichtstrahlen so, dass Du auf der Netzhaut ein scharfes Bild sehen kannst. Wenn Du kurzsichtig bist, dann werden die Lichtstrahlen so gebrochen, dass das eigentlich scharfe Bild erst hinter der Netzhaut entstehen würde, weil dort die Strahlen auf einen Punkt zusammentreffen. Bist Du weitsichtig entsteht das Bild schon vor der Netzhaut und man muss den Strahlengang mit einer Linse verlängern, damit auf der Netzhaut ein scharfes Bild entsteht. In der Kamera beeinflusst Du den Strahlengang durch das Fokussieren mit dem Objektiv.

Wenn du nun z.B. zu nah an das Objekt herangehst und den Mindestabstand des Objektives nicht beachtest, dann machst Du Deine Kamera kurzsichtig. Andererseits kannst Du auch nicht mehr scharf ablichten was viel zu weit entfernt ist. Du kannst Dich also nur im Rahmen dessen bewegen, was deine Optik zulässt. Vergleiche es als versuchst du durch die Brille eines anderen scharf zu sehen, der eine andere Sehstärke hat als Du.

Fazit: Deine Kamera verlangt also die richtige "Brille", sonst ist das arme Ding überfordert und Du kannst Dich nur im Rahmen dessen bewegen, was auf Deiner Kamera angegeben ist.

Ein häufiges Beispiel sind hier manche Makrofotos. Man versucht bildfüllend aufzunehmen und geht näher an das Motiv heran. Ist das Objektiv nicht auf diese Brennweite ausgelegt, dann wird man kein scharfes Bild bekommen können. Die Kamera muss durch die falsche Brille schauen, und sieht nicht scharf.



|Kamera|Blende|Belichtung|Schärfentiefe|ISO|Justierung|Weißabgleich|


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